Kunst im Alten Haus
Das Alte Haus ist ein Künstlerhaus. Darum hat zwischen sechshundert Jahre alten Balken neben Geschichte, Geschichten und Musik auch die bildende Kunst einen festen Platz. In der kleinen Galerie im Alten Haus sind die Ölgemälde von Kari Fankhauser ausgestellt.
Bilder der transzendenten Wirklichkeit
„Kunst hat seit jeher das Bedürfnis und vielleicht auch die Aufgabe, unsere Realität, oder das, was wir dafür halten, zu überwinden. Ich denke nicht, dass Kunst primär ein Ausdrucksmittel unserer selbst ist. Ich denke, sie weist über das Selbst hinaus auf etwas Höheres, dem sie zugleich entspringt. Kunst ist an der Schwelle zwischen den Wirklichkeiten anzusetzen. Es gibt vieles, das wir nicht sehen, in der Kunst kann manches sichtbar werden. Die Vielschichtigkeit der Welt, die Fülle der Natur und der Kunstgeschichte sind meine Inspiration. Ich glaube an die Schönheit als Ausdruck einer göttlichen Wahrheit. Denn in dieser Bedeutung besteht sie von Beginn an und zieht sich durch die gesamte Kunstgeschichte. Sie hat nichts mit Geschmack oder Mode zu tun und sie ist zeitlos. Aus diesem Grund berühren uns heute Werke, die Menschen vor Jahrhunderten, Jahrtausenden und vor zehntausend Jahren geschaffen haben. Es erfüllt mich mit Ehrfurcht, als Künstlerin Teil dieses großen Stromes der Kunst zu sein, der bis heute fortlebt.“
"Selbstportrait"
Öl auf Tafel
2024
Selbstportrait
( Detail )
Selbstportrait
( Detail )
Das Tier, das es nicht gibt - seiner Bedeutung nach polyvalent und widersprüchlich, uralt, in Kulturen des Orients und des Abendlandes vertreten. In der Antike war es Teil der realen Tierwelt und wurde erst von der Neuzeit in die Fabelwelt verbannt. Doch hat sich das Einhorn über Jahrtausende hinweg erhalten, als ein Geschöpf der Kunst, als ein Wesen, das seine Existenz Phantasie und Schöpfertum des Menschen verdankt. "O dieses ist das Tier, das es nicht giebt." (Rilke) Es gibt vieles, das wir nicht sehen, aber die Kunst kann manches sichtbar machen.
"Die Schöpfende Hand"
Öl auf Tafel
2026
"Aus der Laokoon-Gruppe"
Bleistift auf Karton
2023
"Nike von Samothrake"
Silberstiftzeichnung
2026
"Die Kunst ist mächtig, der Wissenschaft stehen die Engel bei." (Friedrich Hechelmann)
Wasserstudie I
Ach wüßtest du, wie's Fischlein ist
so wohlig auf dem Grund...
Wasserstudie II
...du stiegst herunter, wie du bist,
und würdest erst gesund.
Bilder aus den Stunden eines Schwans
Stunde I
Transzendente Wirklichkeit
Stunde II
Tauchgang
Stunde III
Brandung
"Das Gerokreuz im Alten Kölner Dom"
Öl auf Tafel
2025
"Das Gerokreuz im Alten Kölner Dom"
Öl auf Tafel
2025
Zwei verschiedene Darstellungen derselben Szene. Der Anblick des monumentalen Gerokruzifixus im alten Kölner Dom. Die Figuren der umstehenden Gruppe sind allesamt (Monumental-)Skulpturen aus dem Mittelalter entlehnt. Sie entstammen dem 11. bis 15. Jahrhundert, aber die stille Sprache ihrer Gesten und der Ausdruck ihrer Ergriffenheit ist überzeitlich. Sie sind zu allen Zeiten lebendige Zeitgenossen.
Um 970 brachte man das Gerokreuz im Kölner Dom an. Hoch über den Köpfen der Besucher hängt noch heute die überlebensgroße Figur Christi, leidend, sterbend und unendlich lebensnah. Was dieser Anblick für die damaligen Menschen bedeutete und wie sehr er sie erschüttert hat, ist heute schwer nachzuvollziehen. Es muss ein ergreifendes Bild gewesen sein, denn das Gerokreuz stellt Christus erstmals in seiner schmerzerfüllten, erniedrigten Realität dar. Hier ist Jesus kein Sieger über den Tod... Und doch wohnt ihm Größe und Erhabenheit inne. Er vereint weltliches Leid und Überwindung im Tode. Nicht der Körper, aber der Geist triumphiert über alle Qualen und geht in Ewigkeit auf.
"Oktoberschmetterling"
Öl auf Zirbe
2023
"Winterapfel"
Aquarell auf kreidegrundiertem Karton
2025
Traumtheater I
"Schau"
Traumtheater II
"Lektüre"
"Karibischer Rausch"
Aquarell auf Karton
2025